Die 1.000 Facetten des Tierleids

Trotz der überall zugänglichen Dokumentationen in den Medien gehen immer noch an vielen Menschen die Gründe für ein veganes Leben vorüber. Häufig werde ich gefragt warum man vegan leben muss. Schließlich geben Kühe doch ohnehin Milch und hätten andernfalls ganz und gar Schmerzen. Und Hühner müssen ja auch Eier legen…  Da würde vegetarisch würde doch reichen!? Aber ist das wirklich so?

Wer sich das auch fragt oder wem schlichtweg die Antworten in der ensprechenden Situationen fehlen, bekommt hier die Antworten:

Milch

Um stetig Milch geben zu können, werden Kühe jährlich künstlich befruchtet. Denn die Milch produziert Mama-Kuh nur um das eigene Kälbchen zu ernähren. Kein Baby – keine Milch. Deshalb wird dafür gesorgt, dass die Kühe stetig schwanger bleiben und somit für Milchnachschub gesorgt ist.

Damit die Kälbchen aber nicht unsere „gute Milch“ wegtrinken oder verunreinigen, werden diese bereits in den ersten Tagen nach der Geburt von Ihren Müttern getrennt. Auch wenn man sich große Mühe gibt diese Tiere in die „Lebensmittel-Schublade“ zu stecken, damit einem das Leid der Lebewesen nicht zu Nahe geht, leiden die jungen Kälbchen enorm unter der Trennung. Sie stehen nun für die nächsten Wochen in kleinen Boxen und rufen kläglich nach Ihren Müttern.

Nun stellt sich Frage welches Übel das Geringere ist, denn der Lebensweg der Kleinen trennt sich nun in den der männlichen und in den der weiblichen Tiere:

  1. Die Weibchen werden das Leben ihrer Mütter fortsetzen und sich, sobald sie geschlechtsreif sind, künstlich befruchten lassen und Milch produzieren. Ihren Lebensweg weden sie unter anderem mit schmerzhaften Entzündungen der Euter verbingen. Kühe sterben in der Milchindustrie, durch die körperlichen Strapazen, durchschnittlich nach 5 Jahren, obwohl die natürliche Lebenserwartung einer Kuh 30-60 Jahre beträgt.
  2. Die Männchen werden, nach ihrem Aufenthalt in den Boxen, 4-8 Monate lange gemästet, bevor sie nach ihrem kurzen Leben zu Kalbsfleisch oder Leder verarbeitet werden. Die Kälbchen die zur (für die Käseherstellung verwendeten) Labgewinnung geschlachtet werden, leben nur wenige Tage.

Fazit:

  • Lebenserwartung Kalb: 4-8 Monate
  • Lebenserwartung Kuh: 20 Jahre
  • Jeweilges Leid: Unendlich

An dieser Stelle verliert dann auch der letzte Wiederspruch an Bedeutung a´la „Wenn niemand mehr Milch trinkt, trägt man die Verantwortung dafür, dass die Milchbauern Ihre Einkommensquelle verlieren“. Gäbe es nur gutherzige Bauern, die respekvoll mit ihren Tieren umgehen, würde die Anzahl der Veganer nicht immer weiter steigen. Aber eben diese Bauern werden nicht von jenen in die Knie gezwungen die auf Milch verzichten, sondern von Großkonzernen, Billigpreisen und der Aufhebung der Milchquote. Auf diese Weise werden die dicken Brieftaschen noch dicker und das Leid der Tiere umso größer.

Eine weitere Konsequenz der Aufhebung der Milchquote ist, dass die deutschen Bauern (die es sich leisten können) Ihren Viehbestand aufstocken müssen. Das bedeutet viel Nachwuchs und billige Preise für Mastbullen. Das Ergebnis ist bereits jetzt, dass diese unrentablen Bullen illegal und hinter verschlossenen Türen getötet werden.


Eier

Warum legen Hühner Eier? Selbstverständlich zur Sicherung des Artbestandes, soviel ist klar. Was viele aber nicht wissen: Bei allen Eiern einer Henne schlüpfen zu 50 % männliche und zu 50 % weibliche Küken. Die männlichen Küken legen aber keine Eier und so viel Hühnerfleisch wie Eier wird nun auch wieder nicht verzehrt. Deshalb sind die männlichen Tiere für die Eierindustrie unwirtschaftlich und werden entsorgt. Direkt nach dem Schlüpfen wandern Sie also auf ein Föderband und werden von Arbeitern in Handschuhen nach Ihrem Geschlecht sortiert. Die „überflüssigen“ Männchen werden anschließend vergast oder geschreddert. Dieser Vorgang des Küken sexens kostet jährlich, allein in Deutschland, 50 Millionen Küken das Leben.

Auch hier sind die weiblichen Tiere dazu verdammt das Leben ihrer Mütter fortzusetzen. Nach 1,5 Jahren ist eben dieses dann zu Ende. Die natürliche Lebenserwartung eines Huhnes könnte 20 Jahre betragen.

Um das Federpicken zu verhindern, werden die Tieren außerdem unbetäubt und unter starken Schmerzen die Schnabelspitzen inklusive aller Nerven und Knochen entfernt.


Nach all diesem Informationen dürfte klar sein, dass es vegatarisches Leben eben nicht ausreicht. Es verursacht undendliches Leid das jeder einzelne von uns kennen und die Konsequanz daraus ziehen sollte.

Die gute Nachricht für alle die den Weg zum veganen Leben noch vor sich haben: „Es gibt´s unzählige tolle Ersatzprodukte und noch mehr leckere Rezepte.“

Eine Liste meiner veganen Lieblingsprodukte findet ihr hier.

 

 

Quelle:

www.komiko.info

www.vegetarische-initiative.de/lebenserwartung_der_tiere.htm

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